Comfort Line auf Tour

fahrradtour peking

13.000 Kilometer auf Comfort Line Sattel bis nach Peking

Michael Grünebach verwirklicht sich einen Traum



VON SOPHIE REINER Bruck - "Die Idee schwirrt mir schon seit Ewigkeiten durch den Kopf", berichtet Michael Grünebach. Jetzt möchte sich der 20-Jährige seinen langjährigen Traum endlich verwirklichen. Von Pinzenau nach Peking. Kinderspiel - denkt man - liegt Chinas Hauptstadt nur einen Langstreckenflug entfernt. Doch der junge Mann aus der Gemeinde Bruck hat ganz andere Pläne. Mit dem Fahrrad will er die 13 000 Kilometer bestreiten.

Anfang Mai soll die Reise losgehen. Dabei wird Grünebachs Weg ihn zunächst über Passau nach Österreich und die Slowakei führen, bevor er dann Ungarn und die Ukraine durchquert. Schließlich bereist er auf seinem Trip Russland und Kasachstan, bevor er dann endlich die chinesische Grenze erreicht. Zurzeit ist Grünebach damit beschäftigt die nötigsten Vorbereitungen zu treffen. "Richtig planen kann man so eine Reise nicht, aber die wichtigsten Dinge müssen im Voraus besorgt werden."

Dazu zählt vor allen Dingen das nötige Kleingeld. 83,5 Stunden hat der Pinzenauer jetzt auf einer Messe gewerkelt, um sich etwas dazu zu verdienen. "Vor allem die Kosten für Material, die schon jetzt anfallen, sind enorm." Deswegen sucht Grünebach engagiert nach Sponsoren. Von der Regenjacke, über einen Fotoapparat, bis hin zu Barem - er würde sich über alles freuen, meint der Radler. Erste Erfolge seiner Suche nach Unterstützern sind sichtbar. "Die Fahrradhandlung Riederer aus Grafing stellt mir ihr ,Grafing Number One`-Trekkingfahrrad zur Verfügung." Das sei großartig, findet Grünebach, somit könne er zumindest das geerbte Damen-Triathlon-Rad zu Hause lassen.

Zwar habe er sich auf seinen Touren zum Gardasee, nach London, Paris, Split und Malaga immer auf das Gefährt verlassen können, er wolle der "alten Dame" aber keine Härteprüfung zumuten.

Vor die größte Herausforderung würden ihn derzeit die zu besorgenden Visa stellen. "Die zu bekommen ist ziemlich mühselig." Zwar sei es problemlos, ein Touristenvisum zu erhalten, allerdings wäre die zugelassene Höchstaufenhaltsdauer in einigen Ländern zu gering. "Ich hatte geplant, Kasachstan in 40 Tagen zu durchqueren, allerdings läuft das Visum für Besucher schon nach 30 Tagen Die nötigen Visa als Herausforderung aus." Aus diesem Grund braucht Michael Grünebach jetzt je eine persönliche Einladung von Menschen, die in Kasachstan, Russland und China leben.

"Falls jemand Freunde oder Bekannte in diesen Ländern hat, wäre ich überglücklich, wenn ich Kontakt zu diesen Bezugspersonen bekäme."

Auch wenn noch einige Verwaltungsbrocken zu bewältigen sind, der 20-jährige Pinzenauer bleibt zuversichtlich. "Allen Menschen die mich in irgendeiner Form unterstützen, sende ich gerne aktuelle Tourenberichte während ich reise." Ein Buch möchte er nach seiner Rückkehr über seine Reiseerlebnisse schreiben. Und Medizin oder Sport in Innsbruck studieren. Warum dort? Na weil die Tiroler Stadt so optimal liegt, um von dort aus Fahrradtouren zu starten.

Wer Michael Grünebach auf seiner Reise unterstützen will, kann sich unter Telefon (0 80 92) 85 32 42 melden.

Comfort-Line - Die Sattelkompetenz