Beim Fahrradsattel sollte man auf eine individuelle Loesung setzen

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logo_djdHintern gut, alles gut. (djd 2015)

Beim Fahrradsattel sollte man auf eine individuelle Lösung setzen

(djd). Wer heute ein Fahrrad kauft, hat die Qual der Wahl. Und zwar nicht nur beim Modell, sondern auch bei den vielen möglichen Extras. Auf den für den Fahrkomfort entscheidenden Teil des Fahrrads wird dabei oft sehr wenig Wert gelegt: die Auswahl des Sattels. Dabei sollte man gerade darauf genügend Zeit verwenden, denn immerhin ruhen etwa 60 Prozent des Körpergewichts auf dem Po, den Rest federn die Hände am Lenker und die Beine ab. Dass ein Sattel nicht „passt“ oder falsch eingestellt ist, merkt man häufig dann, wenn im Frühjahr die erste Radtour der Saison absolviert wird: Dann schmerzt der Hintern meist mehr als die Beine.

„Ausschlaggebend beim Sattelkauf ist das Fahrradmodell und somit auch der Einsatzzweck“, betont Frank Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Generell gelte: Sportliche Pedalritter sollten schmalere Sättel bevorzugen – und je länger die Strecke sei, umso härter dürfe die Satteldecke sein. „Wichtig ist, dass der Po nur an den Sitzknochen belastet wird, auf keinen Fall darf ein Sattel im Damm- und Genitalbereich reiben oder drücken“, so Schneider.

Beim Fachhändler den passenden Sattel finden

Wie genau die richtige Sitzposition und der passende Sattel aussehen müssen, kann man bei spezialisierten Fachhändlern feststellen. Diese können mit Hilfe eines sogenannten Physiotherameters die Druckbelastung am Sattel messen und die richtige Sitzgeometrie ermitteln und anpassen. Unter www.comfort-line.de gibt es ein bundesweites Verzeichnis der Händler, die diesen Service anbieten. „Damit man sich auf seinem Fahrrad wohlfühlt, muss es auf die Bedürfnisse sowie Einsatzzwecke des Radlers abgestimmt und angepasst werden, unabhängig von der Höhe des Kaufpreises vom Fahrrad“, sagt Martin Schymura. Denn der Preis richte sich nach der technischen Ausstattung, dem Gewicht und den verschiedenen Komponenten eines Rads – aber nicht unbedingt danach, wie gut es zum Fahrer und seinen Bedürfnissen passe. Schymura ist Geschäftsführer des mittelständischen Allgäuer Unternehmens „Hypervital GmbH – Die Sattelkompetenz“, das sich unter dem Namen „Comfort Line“ der Herstellung von speziellen Sitzlösungen für Fahrrad und Heimtrainer ebenso widmet wie der Beratung der Fahrer hinsichtlich ihrer Sitzposition und der Radgeometrie. Gerade bei langen Fahrten auf dem E-Bike ist der richtige Sattel wichtig Einige Modelle dieses Anbieters verfügen sogar über bewegliche Sitzflächen, die sich der natürlichen Tretbewegung anpassen. So werden die Sitzknochen entlastet und die Bandscheiben mobilisiert. „Das ist umso wichtiger, je mehr Menschen zum Beispiel mit E-Bikes über lange Strecken unterwegs sind“, erklärt Sattelexperte Schymura. Alle Sättel dieses Herstellers können vor Ort beim Händler getestet werden, bei Bedarf werden auch Sättel nach Maß gefertigt.

Fahrradsattel beim Apotheker bestellen

(djd). Wer sich für mehrere Tausend Euro ein Fahrrad kauft, möchte sicher sein, dass er darauf entspannt unterwegs ist und keinen lästigen Satteldruck verspürt. Deshalb lohnt es sich, die Sitzposition und den Sattel vom Experten überprüfen zu lassen. Spezialsättel, zum Beispiel von „Die Sattelkompetenz“ angefertigt, decken viele Anforderungen von Profis und Freizeitradlern ab. Ihr Preis liegt bei durchschnittlich 179 Euro. Einige Spezialsättel sind sogar medizinisch zugelassen.

 

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Auf den für den Komfort entscheidenden Teil eines Fahrrads sollte man genügend Wert legen: die Auswahl des Sattels.

 

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Mit dem Physiotherameter optimiert der Fachhändler die Sitzposition des Radlers und ermittelt die passende Radgeometrie.
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