Sattelkompetenz im Programm „Schwaben Altbayern aktuell“ des Bayerischen Fernsehens

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Kurzer Bericht über die Sattelkompetenz in Waltenhofen im Programm „Schwaben Altbayern aktuell“ des Bayerischen Fernsehens.

Irgendwie wollten Sie nicht mehr so recht zusammen passen: Das Hinterteil und der Fahrradsattel.
Schon seit geraumer Zeit fühlte Klaus ein gewisses Unbehagen.

Thomas Bayer:
Ich spann jetzt mal die Netzspule drüber – okay – da sind jetzt lauter Sensoren drinnen, die das danach wie ein EKG genau aufzeichnen werden, wo du währenddessen du trittst maximale Druckbelastung hast.

Klaus Bermanseder:
Okay

Schnell hat Klaus Bermanseder das Gefühl, dass er bei Thomas Bayer richtig ist. Der Röntgenblick auf‘ s Hinterteil zeigt mit Rot die Stellen auf, an denen der Sattel ihn drückt. Gegen jeden Schmerz gibt es den richtigen Sattel; davon ist Thomas Bayer überzeugt. Spezialmodelle, die teils ungewöhnliche Namen tragen.

Thomas Bayer:
Der „Aero Shiny“, den haben wir speziell entwickelt für Rennradler und Mountainbiker, die wirklich sportiv unterwegs sind. Singletrails und sehr sehr sportiv, das bedeutet dieser entlastet zu 100 Prozent den Dammbereich, genauso wie Steiß, das heißt ich kann vorne hier nicht aufsitzen.

Wings“-Sattel ist ein zweigeteiltes System, das den Schambeinbogen und das Steiß komplett entlastet – wie man sieht – und zusätzlich hat er ein Gelenk vorne, das quasi beide Hälften beweglich macht und das wiederum für die Bandscheiben und für den Lendenwirbelbereich hervorragend ist.

Der „relax 2“, der ist speziell konzipiert, um ein tragendes System – zumal bietet er eine große Sitzfläche und es sind zwei geteilte Sitzschalen, um den Genitalbereich im Schambeinbogen genauso wie im Steiß komplett zu entlasten.
Das ist der „relax IQ“ – das ist unser Spitzenmodell aus ergonomischer Sicht. Er ist aufgebaut, von der Art wie der Wirbelsäule und vom Bewegungsapparat wie ein Rochen im Wasser, das bedeutet, er passt sich exakt jeder Tretbewegung an.

Die Sättel, die sie herstellen, sind medizinisch anerkannt. In seltenen Fällen sogar maßangefertigt für Menschen mit schwereren orthopädischen Schädigungen.
Von dem exakten Abdruck des entsprechenden Gesäßes wird Zahntechniker Dirk Binder, mit dem die Sattelhersteller aus dem Allgäu zusammenarbeiten, einen Gipsabdruck machen – ähnlich wie eben in der Zahntechnik. Sobald die Negativform des Abdrucks ausgehärtet ist, kann er ihn mit einer Schaumstoffmasse auffüllen. Die Substanz für den maßangefertigten Sattel, auf den die Form des individuellen Hinterteils nun verewigt ist.
Doch nur ein kleiner Prozentsatz der Kunden braucht eine Spezialanfertigung. Für die meisten geplanten Radlerhintern findet sich eine schnellere Lösung. Mit dem Serienmodell namens „Wings“ sind die anfänglichen Druckstellen am Gesäß wie durch Zauberhand weg. Keine roten Zonen mehr.
Und noch eins hat Klaus Bermanseder gelernt: Es liegt nicht nur am Sattel, wenn Schmerzen auftreten. Auch die richtige Geometrie des Rades spielt immer eine Rolle.